Dienstag, 24. Januar 2012

Passivrauchen fördert COPD

LONDON (ikr). Nicht nur Raucher haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu entwickeln. 

Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie ist das Risiko für diese chronische Atemwegserkrankung zum Beispiel auch dann erhöht, wenn bereits vor dem zehnten Lebensjahr eine stationäre Behandlung wegen eines Atemwegsproblems notwendig war, und zwar um den Faktor 2,35 (European Respiratory Journal 2011, online 19. Dezember).

Aber auch Passivrauchen, Tuberkulose und eine positive Familienanamnese sind offenbar Triggerfaktoren: Bei Passivrauchen ist das COPD-Risiko um den Faktor 1,24 erhöht, bei Tuberkulose um den Faktor 1,78 und bei einer positiven Familienanamnese um den Faktor 1,50.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Neue Forschung aus Deutschland

Researchers Uncover Possible Treatment for Reversing Emphysema, COPD

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Cell Press
German researchers studying mice exposed to tobacco smoke for months have gained new insight into how emphysema and chronic obstructive pulmonary disease (COPD) develop, but more importantly, they discovered a new way to reverse the lung damage underlying these conditions.
Their findings appear in the journal Cell.
While airway inflammation and decreased respiratory function are associated with COPD, the disease is often also accompanied by pulmonary hypertension. Whether this condition is a cause or consequence of COPD is not known.
The researchers in this study, however, were able to find evidence using mouse models of COPD that changes in the pulmonary blood vessels and the development of high blood pressure precede the development of emphysema. They further traced those effects to an inducible form of an enzyme known as nitric oxide synthase (iNOS), which catalyzes the formation of nitric oxide.
Nitric oxide and the nitric oxide system are important for opening up blood vessels and maintaining vascular tone. When nitric oxide levels grow too high, however, the molecule can undergo a chemical reaction forming aggressive peroxynitrite. This peroxynitrite can modify protein functions, leading to destruction of lung tissue, according to the authors of this study.
The researchers’ findings show that this is exactly what happens in the development of emphysema. Mice lacking the iNOS enzyme were protected from both emphysema and pulmonary hypertension. Importantly, existing pharmacological agents can block iNOS activity, and mice treated with one of these drugs were protected from COPD-like changes to their lung vasculature. Treatment with the inhibitor, which has already been used in clinical trials with no noted major side effects, also successfully reversed the course of the disease in mice.
The researchers note that for reversal of emphysema, active restructuring of the lung would have to take place. More research, they point out, is needed to explore the pathways involved.
Source: Cell Press

Dienstag, 26. April 2011

Endoskopische Behandlung des schweren Lungenemphysems

Pressemitteilung von Lungenemphysem-COPD Deutschland

Die schwere bis sehr schwere COPD ist meist mit einem ausgeprägten Lungenemphysem verknüpft. Das Lungenemphysem stellt eine nicht rückbildungsfähige Zerstörung des Alveolarraumes (d.h. der Lungenbläschen) dar und geht mit einer Lungenüberblähung einher, die die Belastbarkeit und die Lebensqualität der Patienten stark einschränkt.

Die Langzeitergebnisse der chirurgischen Lungenvolumenreduktion (englisch: lung volume reduction surgery, abgekürzt: LVRS) ergaben bei ausgewählten Patienten eine Verbesserung der Lebensqualität und einen Überlebensvorteil. Dennoch ist es wünschenswert, Patienten mit schwerer bis sehr schwerer COPD keiner chirurgischen Maßnahme zu unterziehen, um mögliche Komplikationen infolge der Operation zu vermeiden.

Die Verfahren zur endoskopischen Lungenvolumenreduktion unterscheiden sich nach der örtlichen Verteilung des Lungenemphysems. Ist das Lungenemphysem ungleich im Brustkorb verteilt, so spricht man von einem heterogenen Lungenemphysem im Unterschied zu einer gleichmäßigen Verteilung, die als homogenes Lungenemphysem bezeichnet wird. Die meisten endoskopischen Verfahren zur Lungenvolumenreduktion beziehen sich auf das heterogene Lungenemphysem.

Endoskopische Lungenvolumenreduktion (ELVR)
(1) Reversible blockierende Verfahren

Für diese Krankheitsgruppe sind Verfahren entwickelt worden, die mit einer Blockade bestimmter Atemwege einhergehen. In der Regel handelt es sich um so genannte Ventile, die sich während der Einatmung verschließen und bei der Ausatmung Luft passieren lassen. Der Unterschied zwischen dem eingeatmeten und dem ausgeatmeten Volumen soll zu einer Verkleinerung des erkrankten Lungengebietes (durch die so genannte Resorptionsatelektase) führen. Die Ventile können über flexible Bronchoskope eingebracht werden. Da die Ventile entfernt werden können, spricht man von reversiblen (d.h. wieder aufhebbaren) blockierenden Verfahren.

Unter kollateraler Ventilation versteht man eine krankhafte Verbindung zwischen Lungenstrukturen, die üblicherweise aufgrund ihrer anatomischen Gegebenheiten voneinander getrennt sind. Ist eine kollaterale Ventilation in größerem Ausmaß vorhanden, so führt die Belüftung eines mittels Ventil verlegten Bronchialastes (Bronchus) dazu, dass sich keine Verminderung der Lungenüberblähung entwickelt. Um dies zu beheben, sind mittlerweile Verfahren entwickelt worden, die auch im Alltag eingesetzt werden könnten. Leider sind die Geräte jedoch nicht für die klinische Routine verfügbar, so dass nur wenige Erfahrungen über den Zusammenhang zwischen der kollateralen Ventilation und der möglichen klinischen Besserung nach endoskopischer Lungenvolumenreduktion vorliegen.

(2) Reversible, nicht blockierende Verfahren
Bei einem anderen Verfahren zur Lungenvolumenreduktion werden bronchoskopisch Spiralen in die erkrankten Anteile der Lunge eingeführt, die das Lungenvolumen verkleinern sollen. Sobald der Katheter entfernt wird, zieht sich die Spirale zusammen und verändert dadurch die Lungenarchitektur in der Hoffnung, die erkrankten emphysematösen Anteile zu verringern. Das Verfahren ist bisher bei relativ wenigen Patienten mit unterschiedlichen Ergebnissen durchgeführt worden. Das Ausmaß einer langfristigen Verbesserung sowie der womöglich schwergradigen Nebenwirkungen sind bisher nicht sicher abschätzbar.

(3) Nicht reversible, nicht blockierende Techniken

A: Bronchologische Wasserdampfablation
Es ist bekannt, dass erhitzter Wasserdampf zur Schrumpfung von Gewebe führen kann. Daher wurde Wasserdampf über ein Bronchoskop bei Patienten mit heterogenem Lungenemphysem eingesetzt. Dieses Verfahren ist interessant, da ein möglicher Effekt unabhängig von der kollateralen Ventilation auftreten sollte. Die ersten Ergebnisse bestätigen sowohl die Machbarkeit als auch das Potenzial für eine Verbesserung der Lungenfunktion. Es müssen jedoch Erfahrungen bei größeren Patientengruppen abgewartet werden.

B: Polymerische Lungenvolumenreduktion (PLVR)
Bei der PLVR wird über ein Bronchoskop ein Gelschaum in die Lunge eingeführt, der sich an das Gewebe anbindet. In der Folge verkleinert sich der Schaum und führt dadurch zu einer Verminderung der überblähten Lungenareale. Die Verfahren gehen mit einem akzeptablen Sicherheitsprofil einher und lassen ein klinisch erfreuliches Resultat erwarten.

C: Airway Bypass System beim homogenen Lungenemphysem
Bei diesem Verfahren werden mittels spezieller Nadeln Löcher in Atemwegswänden geschaffen, die durch einen Stent eine dauerhafte Verbindung zwischen den erkrankten Lungenanteilen und den normalen, zentralen Atemwegen schaffen. Dadurch soll sich Luft aus den überblähten Lungenarealen in die gesunden Atemwegsbereiche entleeren können. Diese Methode ist relativ kompliziert aber machbar, wie die bisher vorliegenden Daten zeigen. Auch hier müssen vor einer klinischen Bewertung weitere Ergebnisse abgewartet werden.

Quelle: Prof. Dr. Helgo Magnussen, vom Pneumologischen Forschungsinstitut am Krankenhaus Großhansdorf (Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie), der auf dem www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linaktuell/show.php3?id=1999&nodeid=18 am 7.5.2011 in Hattingen zum Thema Endoskopische Lungenvolumenreduktion (ELVR) einen Vortrag halten wird.

4. Symposium Lunge
"COPD und Lungenemphysem" - Von der Diagnose bis zur Lungentransplantation. Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen den Betroffenen heutzutage zur Verfügung?“ am Samstag, 7. Mai 2011 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr Westfälisches Industriemuseum Henrichshütte - Gebläsehalle - Werksstraße 31-33
45527 Hattingen/Ruhr

Anfragen bezüglich des Symposiums Lunge 2011 richten Sie bitte an die Organisationsleitung
Jens Lingemann
Lindstockstraße 30
45527 Hattingen
Telefon: 02324 - 999 959
symposium-org@lungenemphysem-copd.de
www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/pages/symposium-lunge-2011/symposium-lunge-2011.php

Mittwoch, 2. Februar 2011

Neue Option im klinischen Test

Neue Option bei COPD im klinischen Test

NEU-ISENBURG (eb). Vor Kurzem wurde der erste COPD-Patient in eine Phase-IIb-Studie mit dem inhalierbaren bifunktionellen Studienmedikament GSK961081 (081) aufgenommen.

Ziel dieser Studie ist, die Wirksamkeit und Sicherheit der Substanz bei Patienten mit mittelgradiger bis schwerer COPD zu untersuchen. Die Substanz 081 ist ein Einzelmolekül, das gleichzeitig an den Muskarin-Rezeptoren antagonistisch und an den Beta-2-Rezeptoren agonistisch wirkt (MABA).

GlaxoSmithKline und Theravance schlossen 2005 eine strategische Allianz, in deren MABA-Programm das Präparat gemeinsam entwickelt wird.

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Mittwoch, 1. Dezember 2010

Lungen aus den Reagenzglass

Growing new body parts has always been more science fiction than science reality, but that balance may quickly be shifting, at least in the lab. Relying on more sophisticated biosimulators that can better mimic body conditions, researchers have re-created the delicate architecture of a rat lung accurately enough for it to assume 95% of a normal lung's inhaling and exhaling functions. The key to their respiratory success was starting with a skeletal rat-lung template, including a matrix of blood vessels and collagen and other connective tissue, then seeding it with stem cells and nutrients to generate lifelike tissue that exchanged oxygen and carbon dioxide just like normal lung tissue. The ultimate goal is to replicate the feat on a larger scale: to replace enough human lung tissue to aid patients with emphysema or lung cancer. Link: Klick Hier.































Sonntag, 10. Oktober 2010

Basistechniken der Atemtherapie in der Physiotherapie

Von den Basistechniken der Physiotherapie hilft die Atemtherapie nicht nur Menschen mit Asthma oder COPD. Aber was passiert in der Atemtherapie eigentlich?

Die Atemtherapie gehört zu den Basistechniken der Physiotherapie und ist
für viele Zwecke geeignet. Natürlich werden Krankheiten, die mit
gestörten Atemfunktionen zusammenhängen, damit behandelt, wie das beim
Asthma oder der COPD der Fall ist. Therapeutisch wird mit Atemtherapie
aber auch erfolgreich bei vegetativen Störungen, psychosomatischen
Beschwerden oder internistischen Problemen gearbeitet.

Die Atemtherapie innerhalb der Physiotherapie ist in Deutschland
verordnungsfähig und wird nach den Vorgaben des Heilmittelkataloges
von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Erforderlich hierfür ist
eine Heilmittelverordnung über Physikalische Therapie.


Aktive Atemtherapie in der Physiotherapie

In der aktiven Atemtherapie geht es darum, die Ein- und Ausatmung
günstig zu beeinflussen mit/ aktiven Übungen/, die der Patient auch zu
Hause umsetzen sollte. Schon für kleine Patienten gibt es aktive
Übungen, die sie selbstständig durchführen können. Dazu gehören
beispielsweise das schnüffelnde Einatmen, als wäre man einem guten Duft
auf der Spur oder das Pusten gegen eine Kerzenflamme, die dabei aber nur
flackern darf.

Für die größeren Patienten gibt es dann bewusste Ein- und
Ausatmungsbewegungen, bei denen die Wahrnehmung auf die Körperbewegungen
gelenkt wird.Oder das Erlernen und Durchführen der /Lippenbremse/, eine
der Standardübungen für Asthmatiker. Hier wird bei der Ausatmung gegen
die mit leichtem Druck aufeinander liegenden geschlossenen Lippen
ausgeatmet, was die Ausatmung verlängert und die Atemwege weit hält. So
wird Atemnot gelindert. Oder auch das Erlernen der /Autogenen Drainage/, mit der
Patienten Sekret aus der Lunge selbstständig abgeben können, dies ist
wichtig für Patienten mit Mukoviszidose.


Passive Atemtherapie in der Physiotherapie

Der Physiotherapeut unterstützt oder lockt mit Griffen die Atmung des
Patienten. Das können /Massagegriffe in Muskulatur oder Bindegewebe/
sein oder unterstützender Druck am Brustkorb in die Atemrichtung.

/Vibrationen/ mit der Hand oder speziellen Geräten fördern die
Verflüssigung und den Transport von Sekret, das die Atmung behindert.

/Atemerleichternde Stellungen/ wie der Kutschersitz oder das Abstützen
der Hände an einer Wand, vor der man steht, bringen schnelle große
Erleichterung bei akuter Luftnot, die bei Asthmatikern und Menschen mit
COPD leicht eintreten kann.

Hierzu gehören auch /Inhalationen/ mit zerstäubten Medikamenten oder das
Benutzen von /apparativen Hilfen/, wie zum Beispiel dem Giebelrohr. Es
vergrößert den Totraum, indem es das Ansatzrohr verlängert. Wird durch
das Rohr geatmet, erhöht sich der Druck des Kohlendioxides im Blut, was
reflektorisch mit einer vermehrten Atemtätigkeit beantwortet wird.


Dehnlagen in der Physiotherapie

Es gibt eine Vielzahl von /Dehnstellungen und Dehnlagen/, die in der
Atemtherapie benutzt werden. Hier nimmt der Patient eine Lage ein, in
der er einige Zeit verbleibt. Am wirkungsvollsten sind diese Haltungen,
wenn jetzt noch zusätzlich aktive Atemarbeit kombiniert wird wie Übungen
für die Aus- und Einatmung, Drainagetechniken und ähnliche. Auch die
passiven Griffe durch den Therapeuten entfalten in Dehnlagen größere
Wirkung.

Eine der bekannteren Dehnlagen ist die Drehdehnlage. Man liegt auf dem
Rücken, legt beide Arme links und rechts neben den Kopf und stellt die
Beine auf. Nun lässt man die angewinkelten Beine auf eine Seite kippen
und belässt sie dort für einige Minuten. Die Dehnung stellt sich in der
Seite ein, zu der die Beine nicht gekippt wurden.


Atemwahrnehmung in der Physiotherapie

Von der /Atemwahrnehmung/ profitieren besonders Patienten mit
psychosomatischen Beschwerden, denn hier wird die Erhöhung der
Entspannungsfähigkeit, die Schulung der Körperwahrnehmung und die
Entwicklung einer inneren Gelassenheit geübt. Hierzu befindet sich der
Patient in einer für ihn bequemen Lage und versucht, sich ausschließlich
auf das Wahrnehmen zu konzentrieren. Dies wird anfänglich vom
Physiotherapeuten angeleitet, sollte dann aber auch eigenständig vom
Patienten durchgeführt werden.

Man kann alle möglichen Varianten der Atmung wahrnehmen: wie ist das
Geräusch des Atmens, wie lange dauert eine Einatmung, wie lange eine
Ausatmung, wo spürt man die Bewegung der Atmung, welche Räume füllen und
leeren sich mit der Atmung - es geht nur um das Wahrnehmen, nicht das
Bewerten oder gar Verändern.

Diese Wahrnehmungsübungen kann man auch mit /inneren Bildern/ verbinden,
wie die Vorstellung, dass mit jedem Einatmen Licht oder Kraft oder gute
Energie den Körper füllt und bei den Ausatmungen all das den Körper
verlässt, was man nicht mehr benötigt.


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Montag, 16. August 2010

COPD und Holzfeuer-Qualm

Der beim Verbrennen von Holz entstehende Rauch kann eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) verursachen. Davor warnen Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne unter Berufung auf eine aktuelle US-Studie. «Raucher sollten unbedingt darauf verzichten, Holzfeuer zum Heizen oder Kochen zu verwenden, sich möglichst nicht an Lagerfeuern oder offenen Kaminen aufhalten und Landstriche meiden, in denen häufig Holzfeuer abgebrannt werden», rät Dieter Köhler, Leiter der Lungenklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg.

Dass das chronische Einatmen von Holzfeuerrauch eine sogenannte Raucherbronchitis verursachen kann, wussten Mediziner bisher vor allem aus Entwicklungsländern, wo in Wohnungen am offenen Feuer gekocht wird. Nun zeigten Forscher aus New Mexiko an über 1.800 Rauchern und Exrauchern, dass dieser Qualm auch in Industrieländern die Gefahr für Lungenerkrankungen steigert. Je höher die Belastung der Teilnehmer mit dem Rauch war, umso stärker litten sie an Atemwegsverengung und chronischer Bronchitis. Zudem gab es Hinweise auf ein erhöhtes Lungenkrebs-Risiko.

Holzfeuerqualm schädigte vor allem die Lungenfunktion von aktiven Rauchern. «Wer Tabak raucht und zusätzlich mit Rauch durch Holzfeuer belastet ist, weist eine gesteigerte Schleimproduktion in den Atemwegen auf sowie eine stärker beeinträchtigte Lungenfunktion und hat nach Schätzungen der Forscher ein um das Vierfache erhöhtes COPD-Risiko», betont Köhler. «Wirken beide Faktoren zusammen, scheinen sie einen ungleich größeren Schaden auszulösen als jeder Faktor allein.»

Quelle: lungenaerzte-im-netz.de

Montag, 9. August 2010

Everest Silikonnasenbrille


Manche haben gefragt wer ich bin.

So hier ist ein Foto von mir in Einsatz.

Ich bin die Dr. Carolyn Matherly, und ich bin die Chefin von MIC, der der Everest Silikonnasenbrille vertreibt in Deutschland.

Klicken Sie hier falls Sie mehr wissen wollen über die Everest Nasenbrille , oder rufen Sie uns an 05221 1225 30

Danke!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Einmal täglich anzuwendende Fixkombi gegen Asthma und COPD

Die Kombination aus dem Kortikosteroid Fluticasonfuroat (FF) und dem langwirksamen Beta-Agonisten Vilanteroltrifenatat (VT) Relovair® (Glaxo SmithKline/Theravance) wird jetzt für die einmal tägliche inhalative Behandlung bei Asthma-Patienten in einem Phase- III-Studienprogramm geprüft.

Inhaliert wird die neue Kombination FF/VT über einen neuartigen Einzeldosis-Applikator.

Das Studienprogramm umfasst insgesamt acht Studien. Die Phase-III-Studien des COPD-Programms wurden bereits 2009 begonnen.

Samstag, 10. Juli 2010

Neue Medikament für COPD

ROFLUMILAST
Daxas gegen COPD zugelassen

Berlin - Das Pharmaunternehmen Nycomed hat die EU-weite Zulassung für sein Präparat Daxas (Roflumilast) erhalten – eine einmal täglich einzunehmende Tablette gegen chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD). Das Arzneimittel soll zuerst in Deutschland und Großbritannien auf den Markt kommen.

Roflumilast gehört zu der neuen Wirkstoffklasse der Inhibitoren der Phosphodiesterase-4 (PDE-4). Das Enzym aktiviert Zellen, die an Entzündungsreaktionen in der Lunge beteiligt sind. Durch die Hemmung von PDE-4 werden Entzündungen im Zusammenhang mit COPD reduziert sowie die Lungenfunktion verbessert.

Allerdings ist der Wirkstoff im Gegensatz zu Bronchodilatatoren kein Notfalltherapeutikum. Das Medikament ist vielmehr zur Erhaltungstherapie schwerer COPD in Verbindung mit chronischer Bronchitis indiziert.

Nycomed wird das Arzneimittel in Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien und Kanada gemeinsam mit dem US-Konzern Merck vermarkten. Für Großbritannien hat Merck die exklusiven Vermarktungsrechte.

Mit dem Unternehmen Forest Laboratories hat Nycomed Vertriebsvereinbarungen für die USA getroffen. Dort liegt die Zulassung jedoch noch bei der zuständigen Behörde. Erst vor einigen Wochen hatte die FDA Nycomed aufgefordert, weitere Informationen und Analysen für Daxas nachzuliefern.

Dienstag, 4. Mai 2010

Wie hoch ist Ihr COPD-Risiko? Ein Test

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist die vierthäufigste Todesursache weltweit. Doch viele Betroffene wissen nichts von ihrem Leiden. Der Test zeigt das persönliche Risiko. Klicken Sie hier.

Dienstag, 20. April 2010

Ärzte übersehen jede fünfte Raucherlunge

COPD bleibt bei den meisten Patienten lange unbemerkt

Lunge eines Rauchers, die bereits Vorzeichen eines Emphysems hat (Bild: University of Iowa)
Toronto/Iowa City/Regensburg (pte/09.04.2010/06:05) - Obwohl die Raucherkrankheit COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) die vierthäufigste Todesursache ist, wissen viele Patienten nichts davon. Jeder Fünfte Erkrankte erhält trotz Beschwerden keine entsprechende Diagnose vom Hausarzt, berichten Forscher im "Canadian Medical Association Journal". "Die Dunkelziffer derer, die mit einer nicht erkannten COPD leben, ist besonders in ihrer Frühphase sehr hoch. Dabei entscheidet der Zeitpunkt der Erkennung über das weitere Leben", bestätigt Michael Pfeifer von der Gesellschaft der deutschen Lungenfachärzte http://www.pneumologie.de gegenüber pressetext.

Zwei von drei Patienten ahnungslos

Die kanadischen Forscher untersuchten die wichtigste Risikogruppe für COPD, nämlich Menschen ab 40 Jahren mit mindestens 20 Jahren Raucherkarriere. Ein Fünftel der 1.000 Untersuchten litt an COPD und mehr als drei Viertel an zumindest einer Form von Atembeschwerden wie etwa Raucherhusten. Es zeigte sich, dass zwei von drei Patienten keine Ahnung von ihrer Erkrankung hatten und jeder Fünfte bei Hausarzt-Besuchen keine entsprechende Diagnose bekommen hatte. "Menschen aus der Risikogruppe sollten vom Arzt genau untersucht und möglichst früh behandelt werden", fordert Studienautor Roger Goldstein.

Der Grund liegt für Pfeifer im schleichenden Verlauf von COPD. "Sie beginnt langsam mit eingeschränkter Leistung, auf die sich Betroffene einstellen. Statt einkaufen zu gehen, fahren sie eben mit dem Auto. Und der Husten und Auswurf als weiteres Frühzeichen ist bei Rauchern sehr weit verbreitet und wird übersehen", so der Experte. Früherkennung sei wichtig, da sie die Erfolgschancen der Intervention erhöht. Intervention heißt heute nur Nikotinverzicht, da es keine wirksamen Medikamente gibt. Vorteile bringt der Rauchstopp jedoch allemal. "Er verhindert das Ausbrechen der Krankheit oder die schnelle Verschlechterung. Das steigert die Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich."

Raucher meiden den Arztbesuch

Schuld für das zu späte Erkennen der Krankheit gibt Pfeifer vor allem den Betroffenen selbst. "Viele Raucher meiden wegen ihres schlechten Gewissens den Arzt. Gratis- Lungenfunktionstests nutzen eher Nichtraucher, um ihre intakte Lunge zu bestätigen." Wegen fehlenden Wissens über COPD würden zudem Symptome oft falsch interpretiert. Doch auch die Hausärzte stünden in Verantwortung. "Oft machen sie keinen qualitativ guten Lungenfunktionstest oder interpretieren Veränderungen der Frühphase als normal." Laut Pfeifer sollte der Hausarzt die Diagnose stellen und dann zum Lungenfacharzt überweisen, der sie bestätigen oder verfeinern kann.

Zur Krankheit COPD, die genau genommen eine ganze Gruppe ähnlich schlimmer Atemleiden beschreibt, gehört auch das Lungenemphysem. Radiologen der University of Iowa berichten in der Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences", dass Computertomografie das Emphysem bereits vor den ersten organischen Schädigungen durch veränderten Blutfluss in der Lunge feststellen kann. "Die Entdeckung könnte helfen, die Ursachen der Krankheit und ihre Unterschiede zu anderen Lungenleiden besser zu verstehen und die Wirksamkeit neuer Therapien zu bestätigen", so Studienautor Eric Hoffman.

Lungenfunktion regelmäßig testen

Pfeifer sieht den CT-Nachweis nur für wissenschaftliche Zwecke brauchbar. "Die Strahlenbelastung und die hohen Kosten schließen den klinischen Einsatz aus." Sinnvoll für die Früherkennung sei hingegen die wiederholte Lungenfunktionsmessung bei Risikogruppen, und zwar regelmäßig im Abstand von ein bis zwei Jahren. "Ein beschleunigter Abfall der Funktionswerte bietet die besten Voraussetzungen einer frühen Diagnose. Genutzt wird diese Möglichkeit jedoch bisher kaum", so der Lungenspezialist.

Originalartikel unter http://www.cmaj.ca/embargo/cmaj091784.pdf (Ende)

Montag, 19. April 2010

Novartis / Sandoz will stärker werden mit COPD Medikament

Das Generikaunternehmen Sandoz übernimmt das US-Pharmaunternehmen Oriel Therapeutics.

Das bislang in Privatbesitz befindliche US-Unternehmen entwickelt Nachahmermedikamente gegen Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD), wie Sandoz am Montag mitteilte.

Mit der Übernahme erhält die Novartis-Tochter Rechte an einem Portfolio verschiedener Generika-Produktkandidaten und Technologien. Nähere Details zur Transaktion sind nicht bekannt. Oriel soll als separate Einheit in das Unternehmen aus Holzkirchen integriert werden.

Samstag, 17. April 2010

Vulkanashe Warnung

WHO warnt vor Gesundheitsgefahren durch Vulkanasche

GENF (dpa). Besonders Menschen mit Atemwegs-Problemen können von der Aschewolke aus Island gesundheitlich betroffen werden. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitagabend in Genf hingewiesen. Probleme könnten Kleinstpartikel bereiten.

"Kleine Teilchen von weniger als zehn Mikrometer Größe sind gefährlicher, weil sie tiefer in die Lunge eintreten können", wird die WHO-Gesundheitsexpertin Maria Neira in einer Erklärung zitiert.

Nach einer ersten WHO-Analyse sind etwa ein Viertel der in dem Aschestaub des Vulkans enthaltenen Teilchen weniger als zehn Mikrometer groß. Menschen mit Asthma, Bronchitis und Emphysem (Lungenaufblähung) seien besonders gefährdet, wenn diese derzeit noch in hoher Höhe befindlichen Partikel auf die Erde fallen. "Wer draußen etwas in Rachen oder Lunge spürt, eine laufende Nase oder juckende Augen bekommt, sollte ins Haus gehen und seine Aktivitäten draußen begrenzen", erklärte die Expertin.

Samstag, 20. März 2010

COPD und die Gene

Nicht nur Rauchen erhöht das Risiko, Lungenkrankheiten wie COPD zu entwickeln. Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle, wie Forscher jetzt herausfanden.

Fünf Gene sollen für die Entstehung von Lungenkrankheiten eine besondere Bedeutung haben, fanden 96 Wissenschaftler des sogenannten SpiroMeta-Konsortiums heraus. Die Erbfaktoren stehen im Zusammenhang mit Entgiftungs-, Entzündungs- und Heilungsprozessen.

In ihrer Studie untersuchten die Forscher bei über 20 000 Probanden die genetischen Variationen an 2,5 Millionen Positionen des menschlichen Genoms und verglichen sie mit den individuellen Lungenfunktionswerten der Teilnehmer. Das Ergebnis: In fünf verschiedenen Bereichen des Erbguts waren genetische Varianten mit Änderungen der Lungenfunktion verbunden. Um die Ergebnisse zu festigen, überprüfte das Forscherteam um Martin Tobin von der Universität Leicester anschließend die gefundenen Zusammenhänge an zusätzlichen 33 000 Probanden.

Besonders die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung COPD, an der etwa jeder zehnte Erwachsene über 40 Jahren leidet, interessierte die Wissenschaftler. Zwar sei der bedeutendste Risikofaktor für diese Erkrankung das Rauchen. COPD trete in einigen Familien allerdings so gehäuft auf, dass die Vermutung nahe liege, die eingeschränkte Lungenfunktion beruhe auf genetischen Variationen.

Das Ergebnis trage zu einem besseren Verständnis der Ursachen von Lungenerkrankungen bei und eröffne damit Wege zu einer besseren Behandlung der Patienten, schreiben die Forscher im Fachjournal „Nature Genetics“.

Freitag, 5. März 2010

COPD Schulung


Allgemeine Alltagstipps

  • Planen Sie Alltags- und Freizeitaktivitäten im Voraus, um Stress zu vermeiden.
  • Entspannungstechniken und eine psychologische Unterstützung helfen dabei, mit Ängsten, insbesondere bei Atemnot, besser zurecht zu kommen. Das ist sicherlich auch eine gute Möglichkeit, dem Gefühl der Niedergeschlagenheit und einem möglichen Rückzug aus dem sozialen Leben zu begegnen bzw. vorzubeugen.

Leichter atmen ist besseres Atmen

Zwei Atemtechniken können Ihnen helfen, besser zu atmen und Atemnot zu vermeiden: Die so genannte "Lippenbremse" und die "Zwerchfellatmung".

Lippenbremse
Lippenbremse
  • Lippenbremse
    • Sie hilft dabei, die Überblähung der Lungenbläschen zu senken und vollständiger auszuatmen. Nutzen Sie die Lippenbremse immer bei körperlicher Anstrengung, die bei Ihnen Atemnot verursacht.
    • In der Phase 1 entspannen Sie Nacken- und Schultermuskulatur und atmen langsam (bis 2 zählen!) ein. In der Phase 2 legen Sie die Lippen locker aufeinander und atmen gegen den Widerstand der Lippen langsam aus (bis 4 zählen!).
    Wichtig:
    • Atmen Sie länger aus als ein.
    • Atmen Sie immer aus, wenn die Anstrengung am größten ist.
    • Halten Sie nie den Atem an.

  • Zwerchfellatmung
    Das Zwerchfell hat an unserer Atmung einen ganz entscheidenden Anteil. Sie unterstützen die Funktion des Zwerchfells, indem Sie seine Beweglichkeit erhöhen. Dazu müssen Sie nur Ihre Bauchmuskeln beim Einatmen entspannen und beim Ausatmen anspannen.

    Und so funktioniert es:

    • Setzen oder legen Sie sich bequem hin. Die Knie sollten gebeugt sein, der Kopf gestützt, Rücken- und Nackenmuskulatur sind entspannt.
    • Legen Sie nun eine Hand auf den oberen Teil Ihrer Brust, die andere ruht auf dem Bauch.
    • Beim langsamen Einatmen zählen Sie wieder bis 2. Sie sollten fühlen, wie sich die Bauchmuskeln entspannen; Ihr Brustkorb sollte sich kaum verändern.
    • Jetzt spannen Sie die Bauchmuskulatur an und atmen langsam – bis 4 zählend – durch die aufeinander gelegten Lippen ("Lippenbremse"!) aus. Sie sollten fühlen, wie sich Ihre Bauchmuskeln zusammenziehen.

Husten Sie richtig!

Überflüssiger, zäher Schleim kann Ihre Atemnot verschlimmern; zudem ist er ein idealer Nährboden für Krankheitserreger und begünstigt so das Auftreten von Infektionen. Damit der Schleim dünnflüssiger bleibt und leichter abtransportiert werden kann, sollten Sie ausreichend trinken.

Das "kontrollierte Husten", eine spezielle Hustentechnik, erleichtert das Abhusten des Schleims:

  • Setzen Sie sich dazu auf einen Stuhl, stellen Sie die Beine parallel auf den Boden und verschränken Sie die Arme unter der Brust.
  • Atmen Sie tief durch die Nase ein und halten Sie kurz die Luft an.
  • Beim Ausatmen beugen Sie sich leicht vor und husten zweimal kurz und intensiv.
  • Beim Husten drücken Sie mit ihren Armen auf den Bauch.
  • Danach entspannen Sie sich einige Sekunden und wiederholen dann die Übung.

Sparen Sie Energie!

Gerade wenn Sie häufig unter Atemnot leiden, sollten Sie für Ihre Tätigkeiten einen eigenen Rhythmus finden. Ebenso wichtig ist es, sich und die Lunge durch sinnvolle Hilfsmittel zu entlasten. Nachfolgend finden Sie dazu ein paar Tipps:
  • Machen Sie vor dem Aufstehen noch im Bett einige Streck- und Dehnübungen.
  • Ein Bade- oder Duschhocker im Badezimmer kann eine große Erleichterung sein.
  • Vermeiden Sie stark parfümierte Pflegeartikel.
  • Vermeiden Sie jede Kleidung, die Brustkorb, Bauch oder Unterleib einschnürt.
  • Setzen Sie sich zum Ankleiden.
  • Mit langen Schuhlöffeln wird das Anziehen der Schuhe leichter.

Mittwoch, 3. März 2010

Lungensport


Lungensport kann bei Atemnot helfen, das haben Forscher in Norwegen in Studie festgestellt

Studien: Lungensport hilft bei Atemnot, Schonung verschlimmert

Bei Menschen mit chronisch- verengenden Lungenkrankheiten (COPD) lässt sich durch entsprechende körperliche Belastung die Atemnot verringern. Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne (bei Hamm), verweisen auf zwei neue Studien aus Norwegen, die Empfehlungen für Menschen mit solchen Symptomatiken geben.

Bei Menschen mit chronisch- verengenden Lungenkrankheiten lässt sich durch entsprechende körperliche Belastung die Atemnot verringern. Lungenärzte der DGP in Werne verweisen auf zwei neue Studien aus Norwegen, die Empfehlungen für Menschen mit solchen Symptomatiken geben. Betroffene mit chronisch- obstruktiven Lungenkrankheiten (deutsch: COB und englisch: COPD) haben meist ein Problem mit der Ausatmung. So tritt bei körperlicher Belastung Atemnot ein. Dies scheint häufig dazu zu führen, dass Betroffene körperliche Anstrengung vermeiden. Und so kommt ein Teufelskreislauf in Gang, denn das führt zu einer weiteren Einschränkung des Leistungsvermögens. Und es können sich weitere Auswirkungen im Organismus einstellen: Durch die mangelnde Belastung dünnen sich die Knochen aus und es kann zu Osteoporose kommen.

Beim Training, speziell für Patienten mit COPD, haben norwegische Wissenschaftler in neuen Studien nun wichtige Hinweise erarbeitet. Sollte es beim Training zu Atemnot kommen, kann der Einsatz von reinem Sauerstoff hilfreich sein. Er erhöht die Sauerstoffsättigung im Blut und so stellt sich die Atemnot beim Training weniger schnell ein. Eine andere Studie zeigte, dass es auf einem Ergometer beim Fahrradtraining vorteilhaft sein kann, wenn die COPD- Trainierenden aufeinanderfolgend nur ein Bein einsetzen. Auf diese Weise vergrößert sich der Trainingseffekt, ohne mit einem Anstieg des Sauerstoffbedarfs des Organismus verbunden zu sein. Das lindert die Möglichkeit auftretender Atemnot während des Trainings.

Mit einem angepassten Training lässt sich für COPD- Betroffene die Atemnot vermindern, die körperliche Belastbarkeit verbessern und das steigert in der Folge natürlich die Lebensqualität. Dies ist aber nicht nur ein Hinweis für die Patienten, sondern auch für betreuende Mediziner. Sie sollten die COPD- Patienten individuell dazu ermuntern, wieder aktiv zu werden und sich nicht zu schonen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 01.03.2010)

Mittwoch, 17. Februar 2010

Neues Vereinsmitglied im Deutschen Lungentag



Die Deutsche Selbsthilfegruppe Sauerstoff-Langzeit-Therapie (LOT) e.V. (http://www.selbsthilfe-lot.de/home.php ) mit derzeit 2.200 Mitgliedern ist seit dem 15.7.2009 Mitgliedsorganisation des Deutschen Lungentag e.V., nachdem sie auf der letzten Mitgliederversammlung des Vereins als neues Mitglied aufgenommen wurde. Prof. Karl Christian Bergmann beantragte die Aufnahme der Deutschen Selbsthilfegruppe Sauerstoff-Langzeit-Therapie (LOT) e.V. bei der Versammlung und begründete dies damit, dass die LOT seit Jahren eine ausgezeichnete Selbsthilfearbeit leistet, seine Mitglieder unterstützt und die Öffentlichkeit mit inhaltlich sehr guten, aufklärenden Publikationen informiert.

Für die LOT ist diese Aufnahme in den Kreis des Deutschen Lungentags eine Bestätigung ihres bisherigen Engagements und zugleich eine Herausforderung für die Zukunft. Ziel der LOT ist es, sich als Fachgesellschaft zu positionieren und sich so den wachsenden Aufgaben zu stellen, die sich aus dem eigenen Anspruch als kompetenter Ansprechpartner für alle Betroffenen, Ärzte, Verbände und Vereine zu allen Themen rund um die Langzeit-Sauerstofftherapie ergeben.

Für das Jahr 2010 hat sich die LOT viel vorgenommen, so werden weitere regionale Gruppen aufgebaut, damit die Langzeit-Sauerstoff-Patienten von Beginn an wohnortnah Kontakte und Unterstützung finden. Zu Beginn des Jahres, am 20. Januar 2010 wurde die wohl nördlichste LOT-Gruppe in Flensburg eröffnet. Viele weitere sind in der Planung. Nähere Informationen zu den regionalen Gruppen bekommt man auf der Homepage der LOT www.selbsthilfe-lot.de der in der Geschäftsstelle Bad Reichenhall, Tel: 08651 762148.

Das Ziel des Vereins Deutscher Lungentag e.V. ist die Steigerung der Aufmerksamkeit gegenüber Atemwegs- und Lungenkrankheiten auf allen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Ebenen. Dabei stellt der jährliche Aktionstag „Deutscher Lungentag“ mit der öffentlichen Darstellung des Fachgebiets Atemwegs- und Lungenerkrankungen die wichtigste Aktion des Vereins dar. Der diesjährige, 13. Deutsche Lungentag läuft unter dem Motto “Neues von der Klimabörse: Hochkonjunktur für Allergien” und wird auch auf dem 14. Patientenkongress der LOT (am 25.9-26.9.2010 in Bad Reichenhall) thematisch aufgegriffen. Außerdem werden die bundesweiten LOT-Gruppen den 13. Deutschen Lungentag am 2.10.2010 mit vielen Aktionen und Informationsständen unterstützen.

Im Deutschen Lungentag e.V. haben sich bereits die folgenden Organisationen zusammengeschlossen:

  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V.
  • Deutsche Atemwegsliga e.V.
  • Deutsche Lungenstiftung e. V.
  • Christiane Herzog Stiftung für Mukoviszidosekranke e. V.
  • Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie
  • Arbeitsgemeinschaft Lungensport in Deutschland e.V.
  • Förderverein der Deutschen Atemwegsliga
  • Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
  • Bundesverband der Pneumologen in Deutschland
  • ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
  • Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.
  • Deutsche Selbsthilfegruppe Sauerstoff-Langzeit-Therapie (LOT) e.V.

Mehr Info über LOT:
Dt. SHG Sauerstoff-Langzeit-Therapie (LOT)e.V.
Stv.Vorsitzende U.Krütt-Bockemühl
Tel. 0821-783291 Internet: http://www.selbsthilfe-lot.de/home.php
Email: augsburg@selbsthilfe-lot.de


Dienstag, 26. Januar 2010

Internationale Leitlinie zu COPD aktualisiert

Die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) hat ihre Leitlinie zur chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) aktualisiert. In der Leitlinie wird etwa verstärkt auf den Nutzen einer Kombinationstherapie mit einem Bronchodilatator und einem inhalativen Kortikoid zur Reduktion der Komplikationen bei einer Exazerbation hingewiesen.

Die neuen Empfehlungen zur Prävention, Diagnostik und Therapie bei COPD sind als Kurzversion sowie als Langversion erhältlich.

Mehr Infos auf www.goldcopd.com

Montag, 19. Oktober 2009

Raucherhusten - Radio Sendung

Der Raucherhusten

Die Weltgesundheits-Organisation WHO schätzt, dass COPD bis 2020 die dritthäufigste Todesursache sein wird.

Ausgelöst wird die Krankheit durch Rauchen oder durch grosse Staubbelastung. Heilbar ist die Krankheit nicht. Durch Beseitigen der Ursachen lässt sich der Verlauf allerdings stoppen.

Für die Prophylaxe empfiehlt sich im weiteren eine Frühdiagnose beim Arzt mittels Lungenfunktionstest.

Hören hier. oder machen Sie ein rechten Klick zum herunterladen.

Sonntag, 27. September 2009

COPD Symposium 3. Okt. in Hattingen


Mitte September 2008 fand in Hattingen/Ruhr das Symposium Lunge 2008 statt. Die von den Patientenorganisationen COPD-Deutschland e.V., SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland und Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto: „COPD und Lungenemphysem – Leben mit der Krankheit – Was kann man tun?“

Das Symposium wurde von Patienten für Patienten veranstaltet. Die knapp 1.700 Besucher, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Hattingen gekommen waren, sprechen für die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen zum Thema „Volkskrankheit COPD“.

Aufgrund der Erfolge der bisherigen Veranstaltungen wird am 3. Oktober 2009 das 3. Symposium Lunge stattfinden.

Die chronisch obstruktive, d.h. die Atemwege einengende Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem – im Englischen „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ genannt – ist auch in Deutschland eine Volkskrankheit. Das Wissen über diese Erkrankung, ihre Ursachen, den Verlauf, die Diagnose und die Behandlung ist allerdings sowohl bei den Patienten als auch bei den künftig evtl. Betroffenen nicht sehr groß. Dies gilt zum Teil auch für die Träger der ärztlichen Versorgung und die Kostenträger im Gesundheitswesen.

Die COPD tritt sowohl bei Männern – meist im Alter von 45 bis 60 Jahren –, aber auch bei Frauen – evtl. sogar schon in einem jüngeren Lebensalter als bei Männern - auf.

Die Anzahl der Betroffenen wird auf 4 bis 7 % der Bevölkerung geschätzt; das wären rd. 4 bis 5 Millionen Bundesbürger. Als Hauptursache für die COPD gilt das Rauchen. Neuere Studien zeigen aber, dass auch Nichtraucher betroffen sein können. Als die Erkrankung auslösende Risikofaktoren werden in solchen Fällen genetische Vordispositionen, Störungen des Lungenwachstums, berufsbedingte Belastungen durch Stäube, die allgemeine Luftverschmutzung sowie häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit genannt.

Sowohl eine COPD als auch ein Lungenemphysem können nicht geheilt werden. Sobald die Diagnose feststeht, muss mit einer auf das jeweilige Stadium der Krankheit abgestellten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie begonnen werden. Ziel der Therapie sind eine Milderung der Symptome – Auswurf, Husten, Atemnot – und der Versuch, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, mindestens aber zu verlangsamen. Der Verzicht auf das inhalative Rauchen ist zwingend erforderlich.

Je nach dem Ausmaß eines Lungenemphysems entsteht eine Atemnot schon bei leichter körperlicher Belastung. Häufig hilft dann nur noch eine Langzeit-Sauerstofftherapie.

Die Behandlung einer COPD oder eines Lungenemphysems kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn es zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt

und Patient kommt. Der Patient muss aber auch selbst bereit sein, eine Mitverantwortung für den Erfolg seiner Behandlung zu übernehmen. Dies setzt allerdings ein angemessenes Wissen über den Umgang mit der Erkrankung seitens des Patienten voraus.

Im Mittelpunkt des Symposiums Lunge 2009 stehen die entscheidenden Therapiesäulen, angefangen von der Prophylaxe und den möglichen Ursachen bis zur medikamentösen Behandlung (einschließlich Langzeit-Sauerstofftherapie), zu operativen Maßnahmen und zum Lungensport. Und zwar sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor (Praxis und Klinik); hier bestehen in Deutschland noch erhebliche Versorgungsmängel bei der Betreuung der Patienten mit einer COPD; so Jens Lingemann Initiator und Organisator des 3. Symposiums-Lunge.

Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ist also wieder das wesentliche Ziel des Symposiums Lunge 2009.

Das Symposium Lunge 2009 ist – wie schon im Vorjahr – eine gemeinsame Veranstaltung der drei Patientenorganisationen

- COPD-Deutschland e.V.
- Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland
- Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Diese Patientenorganisationen sehen den Schwerpunkt ihrer Arbeit in einem breiten Angebot von Informationen für Patienten mit einer COPD oder einem Lungenemphysem. Sie unterhalten zurzeit über 70 lokale und regionale Selbsthilfegruppen, in denen ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch stattfindet.

Die Referenten sind namhafte Lungenfachärzte aus Kliniken und Praxen sowie Vertreter der Patientenorganisation, die das Symposium veranstalten.

Themen, die auf dem Symposium Lunge 2009 behandelt werden:

- Die Krankheitsbilder COPD und Lungenemphysem
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Prof. Dr. med. Teschler

- Hauptursache von COPD und Emphysem ist das Rauchen
Nichtraucherprävention und Tabakentwöhnung bei COPD
Dr. med. Thomas Hering

- Alpha – 1 – Antitrypsinmangel als mögliche Ursache des Emphysems
Prof. Dr. med. Claus Franz Vogelmeier

- Der COPD/Emphysem-Patient in der ambulanten pneumologischen Praxis
Norbert K. Mülleneisen

- Der COPD/Emphysem-Patient in fachstationärer Behandlung
Prof. Dr. med. Kurt Rasche

- Notwendigkeit der Verordnung der Sauerstoff-Langzeittherapie und Umsetzung der Therapie durch den Patienten
Prof. Dr. med. Susanne Lang

- Die nichtinvasive Beatmung; welche Patienten profitieren davon?
Prof. Dr. med. Dieter Köhler

- Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion bei verschiedenen Formen des Lungenemphysems
Prof. Dr. med. Helgo Magnussen

- LVR vor LTX? Lungentransplantation ultima ratio?
Prof. Dr. med. Georgios Stamatis

- Lungensport bei schwerer COPD – welche Möglichkeiten gibt es?
Prof. Dr. med. Heinrich Worth

Tagungspräsident des 3. Symposiums Lunge ist in bewährter Weise Prof. Dr. med. Teschler von der Ruhrlandklinik in Essen.

Im Rahmen des Symposiums Lunge 2009 werden außerdem zwei Workshops zum Erfahrungsaustausch für Angehörige von (schwer kranken) COPD- und Lungenemphysem-Patienten angeboten. In dem einen Workshop lautet das Thema: „Ratschläge zur Bewältigung der Alltagsprobleme eines COPD-Patienten“, in dem anderen Workshop soll über das Thema: „Der psychologische Umgang mit einem COPD-Patienten“ referiert und diskutiert werden.

Moderator in den beiden Workshops ist Dr. rer. pol. Helmut Berck, Vorsitzender der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Die Besucher des Symposiums haben die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Ausstellung umfassend über gerätetechnische Innovationen, insbesondere über Sauerstoffversorgung, nichtinvasive Beatmung sowie über Atemtrainingsgeräte zu informieren. Es stellen sich außerdem einige Rehabilitationskliniken vor.

Im Rahmen des Symposiums wird interessierten Besuchern unserer Veranstaltung außerdem die Möglichkeit geboten, umfassende Gesundheitschecks kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Tagesaktuelle Veranstaltungsinformationen können sie abrufen unter:
http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/pages/symposium-lunge-2009/symposium-lunge-2009.php

3. Symposium-Lunge
„COPD und Lungenemphysem“
Welches sind die entscheidenden Therapiesäulen?
Von der Prophylaxe bis zur operativen Behandlung


Samstag, 3. Oktober 2009
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Westfälisches Industriemuseum
Henrichshütte – Gebläsehalle –
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen/Ruhr


Veranstalter:
COPD – Deutschland e.V.
Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland
Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Anfragen bezüglich des Symposiums Lunge 2009
richten Sie bitte an die Organisationsleitung
Koordinationsstelle der Selbsthilfegruppen
Lungenemphysem-COPD Deutschland
Jens Lingemann
Lindstockstraße 30
45527 Hattingen
Telefon: 02324 – 999 959
symposium-org@lungenemphysem-copd.de

Freitag, 25. September 2009

Geld für COPD Forschung

Die Revotar Biopharmaceuticals AG gab heute bekannt, dass das Unternehmen vom Bundesland Brandenburg Forschungsmittel in Höhe von 2.5 Millionen Euro für die Entwicklung seiner Pipeline von Selektin-Antagonisten zur Behandlung von Atemwegserkrankungen erhalten wird.

Die Finanzierung erstreckt sich auf einen Zeitraum von 2 Jahren und stammt aus einem Programm des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. "Wir sind sehr zufrieden, dass das Land Brandenburg die Bedeutung unserer Forschung anerkannt hat", sagte Dr. Martin Pöhlchen, Vorstandsvorsitzender von Revotar. "Wir sind ebenfalls sehr erfreut über die professionelle Unterstützung und das hervorragende wissenschaftliche Umfeld in Brandenburg und in Berlin."

"Wir werden die Mittel vor allem für die vorklinische und klinische Entwicklung unserer entzündungshemmenden Medikamente für die Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) einsetzen", fügte Prof. Wolfgang Meyer-Sabellek, CMO von Revotar, hinzu. "Pan-Selektin-Antagonisten dämpfen die überschießende entzündliche Reaktion des Körpers."

Revotars am weitesten fortgeschrittener Produktkandidat Bimosiamose ist zugleich weltweit der klinisch am weitesten entwickelte Pan-Selektin-Antagonist. Bimosiamose hat bereits mehrere klinische Studien der Phase I und Phase IIa in den Indikationen Asthma, COPD und Schuppenflechte erfolgreich absolviert und dabei hervorragende Verträglichkeit und Wirksamkeit gezeigt. Eine weitere Phase IIa Studie für Bimosiamose bei COPD soll 2010 beginnen.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge ist COPD eine ernstzunehmende und zu selten erkannte lebensbedrohliche entzündliche Lungenkrankheit, die im fortgeschrittenen Stadium zum Tod führen kann. "Es gibt zurzeit auf dem Markt kein sicheres und wirksames entzündungshemmendes Medikament für die Behandlung der COPD", sagte Dr. Daniel Bock, Director Preclinical & Clinical R&D bei Revotar. "Anders als bei Asthma wird der Einsatz von Kortikosterioden bei COPD sehr kontrovers diskutiert "

Donnerstag, 13. August 2009

Heliox für COPD Patienten

Helium ist farb- und geruchlos, nicht brennbar, biologisch inert und nicht löslich im Gewebe. Die Nutzung einer Helium/Sauerstoff-Mischung (Heliox) wurde erstmals 1934 bei Asthmatikern und Kindern mit Obstruktion der oberen Atemwege beschrieben. Sie führte zu einer raschen symptomatischen Besserung der Dyspnoe. Seit den 1970er/80er-Jahren mehren sich die Berichte über Heliox-Therapien, vor allem aufgrund des dramatischen Anstiegs der Mortalität durch Asthma und COPD [23]. Eine Zulassung besteht zur Zeit nur außerhalb Deutschlands, z.B. in England.

Wirkungsweise: Helium hat eine geringere Dichte als Luft und kann deswegen und wegen des vergleichsweise weniger turbulenten und eher laminaren Gasstroms leichter eine Obstruktion passieren. Die Mischung aus Sauerstoff und Helium resultiert in einem Gas mit ähnlicher Viskosität wie Luft bei deutlich geringerer Dichte. Folglich sinkt der Atemwegswiderstand und die Atemarbeit wird erleichtert (Abb. 4) [24]. Die verminderte Hyperinflation der Lunge bewirkt einen effektiveren Einsatz der Atemhilfsmuskulatur. Das Abatmen von Kohlendioxid wird erleichtert. Helium hat keine bronchodilatatorischen oder antientzündlichen Effekte.

Abbildung 4

Anwendung: Heliox, beispielsweise in einer Mischung von 79% Helium und 21% Sauerstoff, kann zur symptomatischen Therapie bei schweren Atemstörungen wie der Exazerbation von COPD oder beim akuten Asthmaanfall angewendet werden.

Der Inspirations- und Expirationsfluss lässt sich verbessern, die Hyperinflation der Lunge vermindern, bis andere Behandlungsmaßnahmen greifen [25]. Man gewinnt also Zeit, bis die Effekte einer Bronchodilatator-Therapie einsetzen und verbessert bereits den Gasaustausch in der Lunge.

Bei Asthma-Exazerbationen kann die Intubation verhindert werden. Bei beatmeten Patienten mit schwerer COPD im Zustand des akuten Lungenversagens ist beobachtet worden, dass sie unter Heliox-Therapie hämodynamisch vergleichsweise stabiler sind [26]. Bei Kindern mit leichter bis moderater Bronchiolitis sind ebenfalls positive Effekte beschrieben worden [27]. Zudem scheint Heliox die Aufnahme inhalierbarer Bronchodilatatoren zu fördern, indem der Transport von Aerosolen in die unteren Atemwege erleichtert wird [28].

Hinweis

Fazit: Helium/Sauerstoff-Mischungen sind ein symptomatisches Mittel bei Zuständen obstruktiver Atemwegsbeschwerden mit positiven pulmonalen und hämodynamischen Effekten. Insgesamt liegen für eine Zulassung in Deutschland zu wenig relevante klinische Studien vor.

Samstag, 8. August 2009

Pseudomonas-Konferenz in der Medizinischen Hochschule Hannover

Hannover, 07.08.2009, Pseudomonas ist eine Bakteriengattung, die bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährliche Infektionen auslösen kann: dazu gehören Lungenentzündungen, Blutvergiftung oder die Infektion von Wunden. Besonders gefährdet sind Patienten auf Intensivstationen, Verbrennungsopfer oder Krebspatienten.

Bei Patienten mit Mukoviszidose ist eine durch Pseudomonas verursachte Lungenentzündung die häufigste Todesursache.

Patienten mit COPD (Chronisch-obstrukitve Lungenerkrankung, "Raucherhusten") tragen ebenfalls ein hohes Risiko, sich lebensgefährlich mit diesem Keim zu infizieren – nach WHO-Schätzungen könnte die COPD in zwanzig Jahren die dritthäufigste Todesursache sein.

Die zwölfte internationale Pseudomonas-Konferenz in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) versammelt vom 13. bis zum 17. August 2009 die weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Pseudomonas-Forschung.

Die Tagung findet zum ersten Mal in Deutschland statt. "Die MHH hat sich gemeinsam mit dem HZI und der TU in Braunschweig in den vergangenen Jahren zu Europas führendem Zentrum in der Pseudomonasforschung entwickelt", betont Professor Dr. Burkhard Tümmler, MHH-Klinik für Kinderheilkunde, Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie und Organisator des Kongresses.

Pseudomonaden sind allgegenwärtig in der Umwelt – im Boden, im Wasser, aber auch auf oder in Pflanzen und Tieren. Und obwohl sie hier ebenfalls Krankheiten auslösen können, gibt es auch Arten, die zum Beispiel Pflanzen schützen, indem sie andere Mikroorganismen verdrängen. Auf der Tagung diskutieren deshalb nicht nur Mediziner, sondern auch Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen wie zum Beispiel Biotechnologen, Mikrobiologen, Ökologen oder Agrarwissenschaftler über dieses physiologisch hochflexible Bakterium.

Die Tagung ist gleichzeitig die Abschlussveranstaltung des Europäischen Graduiertenkollegs "Pseudomonas: Pathogenicity and Biotechnology", das seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurde. Insgesamt fünf Institutionen forschten unter anderem an der Entstehung und Therapie des Erregers: die MHH, das Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI), das Rigshospitalet der Universität Kopenhagen, die TU Braunschweig sowie die Technical University of Denmark. Die Kooperation zwischen MHH und HZI wird mit weiteren europäischen Partnern in Projekten zur Systembiologie von Pseudomonaden fortgeführt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Burkhard Tümmler unter Telefon (0511) 532- 2920.

Freitag, 7. August 2009

OxyMask

eine Maske liefert 24-90% Sauerstoff



OxyMask zeichnet sich aus durch:

* Weniger Verlust an Sauerstoff, hohe Kostenersparnis
* Vereinfacht Ihren Bestand von Instrumenten zur Sauerstoffzufuhr
* Erlaubt eine offene Kommunikation
* Keine Platzangst, aufgrund grosser Öffnungen
* Ausgeatmetes CO2 verfliegt komplett
* Grosse Zeitersparnis - da Umrüstvorgang entfällt (Klinken)
* Keine Berührung der Nasenschleimhäute - weniger Irritationen
* Pneumologische Untersuchungen,wie z.B. Bronchoskopien möglich (Kliniken)
* Gleichzeitige Absaugung möglich (Kliniken)
* Alle Varianten mit RTM-Anschlussschlauch erhältlich




OxyMask - Modelle:



















Testbericht OxyMask von Herrn H. Dirmeier, Ehrenvorstand der deutschen Selbsthilfe LOT e.V.

Bitte auf diesen Link klicken zum Herunterladen.

Samstag, 1. August 2009

Wie viel Training braucht die Lunge?

Schwere COPD kann zur Pflegebedürftigkeit führen. Mit optimaler Therapie und gezieltem Training kann das verhindert werden.

Wer körperlich fit ist, wird seltener krank. Training nutzt aber nicht nur Gesunden, sondern noch mehr Patienten mit chronischen Krankheiten. Wie sehr Menschen mit Asthma oder COPD von einem Training profitieren, weiß der Sportmediziner Professor Dr. Paul Haber: "Bei schwerer COPD kann regelmäßiges Ausdauer- und Krafttraining den Unterschied machen zwischen Pflegebedürftigkeit und einem unabhängigen Leben."

Bei COPD nimmt die Lungenfunktion immer weiter ab. Zu Beginn fällt die Atemnot nur bei körperlicher Anstrengung auf, und Menschen, die den Tag größtenteils im Sitzen verbringen, bemerken erst etwas davon, wenn schon ein beträchtlicher Teil der Lunge geschädigt ist. Daher sollten alle Menschen über 40 Jahre ihren Lungenfunktionswert kennen, der mit einem ganz einfachen Test beim Lungenfacharzt oder auch bei vielen Hausärzten gemessen werden kann.

Die Lungenfunktionsmessung, auch Spirometrie genannt, ist die einzige Methode, mit der die COPD schon ganz früh entdeckt werden kann. Und Zeit ist Lunge. Denn das durch Tabakrauch oder andere Luftschadstoffe zerstörte Lungengewebe ist für immer verloren.

Die Information über die gefährliche Krankheit ist ein großes Anliegen der European Respiratory Society (ERS). Sie macht Interessierten rund um den größten Europäischen Lungenkongresses im September in Wien ein Angebot: Während sich 20.000 Medizinerinnen und Mediziner über Lungenerkrankungen informieren, steht am Freitag, dem 11.9. (10.00 bis 19.00 Uhr) und am Samstag, dem 12.9. (10.00 bis 20.00 Uhr) der Bevölkerung ein "Spirometrie-Zelt" vor der Oper zur Verfügung, in dem jeder kostenlos seine Lungenfunktion testen kann. Denn nur wer von seiner Erkrankung weiß, kann rechtzeitig etwas dagegen tun. Je früher, desto besser.

Training macht auch Lungenkranke fit

Ist der Atem schon knapp, dann wird Bewegung immer mühevoller und wird vermieden. Das ist für den Körper genau verkehrt. "Selbst Menschen, die schon die Hälfte ihrer Lungenfunktion durch eine chronische obstruktive Lungenerkrankung verloren haben, können noch ein ganz normales Leben führen - wenn sie regelmäßig trainieren", macht Professor Haber Mut. Das Konzept ist einfach, erfordert aber Konsequenz. Begonnen wird mit 20 Minuten Ausdauertraining dreimal pro Woche. Und zwar im persönlichen Pulsbereich, der mit einer Ergometeruntersuchung bestimmt wird. Alle sechs Wochen wird das Training um jeweils 5 Minuten verlängert, bis jede Trainingseinheit 40-60 Minuten dauert. Jeder Ausdauersport ist geeignet, sei es Radfahren, Nordic Walking oder Joggen. Dazu kommt zweimal pro Woche ein Krafttraining, am besten an Geräten im Fitnesscenter, empfiehlt Professor Haber: "Ausdauertraining und Krafttraining können auch an einem Tag kombiniert werden. Wer nicht ins Fitnesscenter gehen will, kann daheim z.B. mit kleinen Hanteln trainieren. Die Übungen für alle wichtigen Muskelgruppen müssen nur richtig ausgeführt werden."

Durch das Training wird der Kreislauf gestärkt und das Blut ist in der Lage, mehr Sauerstoff aus der Lunge aufnehmen. Die gekräftigte Muskulatur kann den Sauerstoff anschließend besser verarbeiten. "Bei COPD wirkt sich die eingeschränkte Lungenfunktion viel weniger stark aus, wenn der Körper gut trainiert ist", erklärt Professor Haber. Wie schnell COPD-Patienten von einem Training profitieren, weiß Dr. Sylvia Hartl ERS- Generalsekretärin und Lungenfachärztin am Otto-Wagner-Spital in Wien: "Wer regelmäßig trainiert, bemerkt schon nach wenigen Wochen einen deutlichen Erfolg und gewinnt an Lebensqualität."

Was bei Asthma zu beachten ist

Auch Asthma-Patienten profitieren von einem konsequenten Training. Professor Haber empfiehlt Asthmapatienten, sich mit 1 oder 2 Hüben aus dem Inhalator vor jedem Training vor Asthmaanfällen bei Belastung zu schützen. Hobbysportler, die keine eingetragenen Mitglieder eines Vereins sind, müssen sich als Asthmapatienten auch nicht vor Dopingkontrollen bei kleinen Wettkämpfen fürchten. Sie werden nicht überprüft. Spitzensportler, bei denen Asthma diagnostiziert wird, erhalten eine Ausnahmegenehmigung und können ihre Medikamente auch beim Wettkampf einnehmen.

"Ein trainierter 60-jähriger deutlich fitter als ein untrainierter 25-jähriger"

Regelmäßiges Training ist eine Investition in eine Zukunft, in der die Luft nicht wegbleibt. Wer nach dem von Professor Haber beschriebenen Konzept trainiert, kann mit 60 Jahren noch um 10-15% fitter sein als ein untrainierter 25-Jähriger. Wenn das keine guter Grund dafür ist, sofort damit zu beginnen!

Mittwoch, 29. Juli 2009

Soja gut für die Lunge

Menschen, die sich sojareich ernähren, haben weniger häufig Atemnot. Das erklären die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung (DLS) in Hannover und berufen sich dabei auf eine aktuelle Untersuchung, welche in der Fachzeitschrift Respiratory Research (2009, Band 10, Seite 56 ) publiziert wurde.

„Wer viel und häufig Sojaprodukte wie Tofu, Natto (vergorene Sojabohnen), Miso-Suppe (vergorene Sojabohnenpaste), Sojasprossen oder Sojamilch zu sich nimmt, weist bessere Lungenfunktionswerte auf“, stellt Prof. Harald Morr fest, Vorstandsvorsitzender der DLS.

„Das hat eine Studie in Japan ergeben, die den Einfluss der Ernährungsweise auf die Lungenfunktion von über 600 COPD-Patienten und Gesunden untersucht hat. Die besten Ergebnisse erzielten diejenigen Personen, die pro Tag mehr als 75 Gramm reinen Sojas aßen. Doch auch schon mit mindestens 50 Gramm Soja auf dem täglichen Speisezettel lässt sich den Forschern zufolge das Risiko für eine Erkrankung an COPD und das Erleiden von Atemnot verringern.“

Sojaprodukte können fortschreitenden Lungenfunktionsverlust abbremsen

Unter Atemnot haben hauptsächlich Patienten mit einer schweren chronisch, obstruktiven Lungenerkrankung (COPD ) zu leiden. Das ist eine unheilbare, fortschreitende entzündliche Erkrankung der Lunge, die unter anderem mit einem krankhaft beschleunigten Lungenfunktionsverlust einhergeht und zu 90 Prozent durch Rauchen verursacht wird.

„Auf das Rauchen verzichten ist selbstverständlich der wichtigste Schritt, eine COPD zu vermeiden bzw. dem Fortschreiten dieser Erkrankung Einhalt zu bieten“, sagt Morr. „Darüber hinaus lässt sich offenbar aber auch mit einer sojareichen Ernährung der beschleunigte Verlust der Lungenfunktion abbremsen – und zwar auch bei Gesunden, deren Lungenfunktion altersbedingt ebenfalls (wenn auch sehr viel langsamer als bei COPD-Patienten) abnimmt.
Bereits an COPD erkrankte Patienten sollten insofern weniger Atemnot erleiden, wenn sie sich sojareich ernähren. Gesunden bietet diese Ernährungsweise eine Möglichkeit, ihre Lungenfunktion länger zu erhalten, und damit eine Art Anti-Aging-Mittel.“

Welche Inhaltsstoffe Soja so gesund machen, ist noch nicht genau bekannt. Vermutet wird jedoch eine antientzündliche Wirkung der in Sojaprodukten enthaltenen Flavonoide (Isoflavone) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren).

Quelle:
http://www.lungenaerzte-im-netz.de

Montag, 27. Juli 2009

„COPD und Lungenemphysem“ - 3. Symposium Lunge


Mitte September 2008 fand in Hattingen/Ruhr das Symposium Lunge 2008 statt. Die von den Patientenorganisationen COPD-Deutschland e.V., SHG Lungenemphysem-COPD Deutschland und Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V. organisierte Veranstaltung stand unter dem Motto: „COPD und Lungenemphysem – Leben mit der Krankheit – Was kann man tun?“

Das Symposium wurde von Patienten für Patienten veranstaltet. Die knapp 1.700 Besucher, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Hattingen gekommen waren, sprechen für die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen zum Thema „Volkskrankheit COPD“.

Aufgrund der Erfolge der bisherigen Veranstaltungen wird am 3. Oktober 2009 das 3. Symposium Lunge stattfinden.

Die chronisch obstruktive, d.h. die Atemwege einengende Bronchitis mit oder ohne Lungenemphysem – im Englischen „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ genannt – ist auch in Deutschland eine Volkskrankheit. Das Wissen über diese Erkrankung, ihre Ursachen, den Verlauf, die Diagnose und die Behandlung ist allerdings sowohl bei den Patienten als auch bei den künftig evtl. Betroffenen nicht sehr groß. Dies gilt zum Teil auch für die Träger der ärztlichen Versorgung und die Kostenträger im Gesundheitswesen.

Die COPD tritt sowohl bei Männern – meist im Alter von 45 bis 60 Jahren –, aber auch bei Frauen – evtl. sogar schon in einem jüngeren Lebensalter als bei Männern - auf.

Die Anzahl der Betroffenen wird auf 4 bis 7 % der Bevölkerung geschätzt; das wären rd. 4 bis 5 Millionen Bundesbürger. Als Hauptursache für die COPD gilt das Rauchen. Neuere Studien zeigen aber, dass auch Nichtraucher betroffen sein können. Als die Erkrankung auslösende Risikofaktoren werden in solchen Fällen genetische Vordispositionen, Störungen des Lungenwachstums, berufsbedingte Belastungen durch Stäube, die allgemeine Luftverschmutzung sowie häufige Atemwegsinfektionen in der Kindheit genannt.

Sowohl eine COPD als auch ein Lungenemphysem können nicht geheilt werden. Sobald die Diagnose feststeht, muss mit einer auf das jeweilige Stadium der Krankheit abgestellten medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapie begonnen werden. Ziel der Therapie sind eine Milderung der Symptome – Auswurf, Husten, Atemnot – und der Versuch, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, mindestens aber zu verlangsamen. Der Verzicht auf das inhalative Rauchen ist zwingend erforderlich.

Je nach dem Ausmaß eines Lungenemphysems entsteht eine Atemnot schon bei leichter körperlicher Belastung. Häufig hilft dann nur noch eine Langzeit-Sauerstofftherapie.

Die Behandlung einer COPD oder eines Lungenemphysems kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn es zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt

und Patient kommt. Der Patient muss aber auch selbst bereit sein, eine Mitverantwortung für den Erfolg seiner Behandlung zu übernehmen. Dies setzt allerdings ein angemessenes Wissen über den Umgang mit der Erkrankung seitens des Patienten voraus.

Im Mittelpunkt des Symposiums Lunge 2009 stehen die entscheidenden Therapiesäulen, angefangen von der Prophylaxe und den möglichen Ursachen bis zur medikamentösen Behandlung (einschließlich Langzeit-Sauerstofftherapie), zu operativen Maßnahmen und zum Lungensport. Und zwar sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor (Praxis und Klinik); hier bestehen in Deutschland noch erhebliche Versorgungsmängel bei der Betreuung der Patienten mit einer COPD; so Jens Lingemann Initiator und Organisator des 3. Symposiums-Lunge.

Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, ist also wieder das wesentliche Ziel des Symposiums Lunge 2009.

Das Symposium Lunge 2009 ist – wie schon im Vorjahr – eine gemeinsame Veranstaltung der drei Patientenorganisationen

- COPD-Deutschland e.V.
- Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland
- Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Diese Patientenorganisationen sehen den Schwerpunkt ihrer Arbeit in einem breiten Angebot von Informationen für Patienten mit einer COPD oder einem Lungenemphysem. Sie unterhalten zurzeit über 70 lokale und regionale Selbsthilfegruppen, in denen ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch stattfindet.

Die Referenten sind namhafte Lungenfachärzte aus Kliniken und Praxen sowie Vertreter der Patientenorganisation, die das Symposium veranstalten.

Themen, die auf dem Symposium Lunge 2009 behandelt werden:

- Die Krankheitsbilder COPD und Lungenemphysem
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Prof. Dr. med. Teschler

- Hauptursache von COPD und Emphysem ist das Rauchen
Nichtraucherprävention und Tabakentwöhnung bei COPD
Dr. med. Thomas Hering

- Alpha – 1 – Antitrypsinmangel als mögliche Ursache des Emphysems
Prof. Dr. med. Claus Franz Vogelmeier

- Der COPD/Emphysem-Patient in der ambulanten pneumologischen Praxis
Norbert K. Mülleneisen

- Der COPD/Emphysem-Patient in fachstationärer Behandlung
Prof. Dr. med. Kurt Rasche

- Notwendigkeit der Verordnung der Sauerstoff-Langzeittherapie und Umsetzung der Therapie durch den Patienten
Prof. Dr. med. Susanne Lang

- Die nichtinvasive Beatmung; welche Patienten profitieren davon?
Prof. Dr. med. Dieter Köhler

- Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion bei verschiedenen Formen des Lungenemphysems
Prof. Dr. med. Helgo Magnussen

- LVR vor LTX? Lungentransplantation ultima ratio?
Prof. Dr. med. Georgios Stamatis

- Lungensport bei schwerer COPD – welche Möglichkeiten gibt es?
Prof. Dr. med. Heinrich Worth

Tagungspräsident des 3. Symposiums Lunge ist in bewährter Weise Prof. Dr. med. Teschler von der Ruhrlandklinik in Essen.

Im Rahmen des Symposiums Lunge 2009 werden außerdem zwei Workshops zum Erfahrungsaustausch für Angehörige von (schwer kranken) COPD- und Lungenemphysem-Patienten angeboten. In dem einen Workshop lautet das Thema: „Ratschläge zur Bewältigung der Alltagsprobleme eines COPD-Patienten“, in dem anderen Workshop soll über das Thema: „Der psychologische Umgang mit einem COPD-Patienten“ referiert und diskutiert werden.

Moderator in den beiden Workshops ist Dr. rer. pol. Helmut Berck, Vorsitzender der Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Die Besucher des Symposiums haben die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Ausstellung umfassend über gerätetechnische Innovationen, insbesondere über Sauerstoffversorgung, nichtinvasive Beatmung sowie über Atemtrainingsgeräte zu informieren. Es stellen sich außerdem einige Rehabilitationskliniken vor.

Im Rahmen des Symposiums wird interessierten Besuchern unserer Veranstaltung außerdem die Möglichkeit geboten, umfassende Gesundheitschecks kostenlos in Anspruch zu nehmen.

Tagesaktuelle Veranstaltungsinformationen können sie abrufen unter:
http://www.lungenemphysem-copd.de/pages/oeffentlich/pages/symposium-lunge-2009/symposium-lunge-2009.php

3. Symposium-Lunge
„COPD und Lungenemphysem“
Welches sind die entscheidenden Therapiesäulen?
Von der Prophylaxe bis zur operativen Behandlung


Samstag, 3. Oktober 2009
09.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Westfälisches Industriemuseum
Henrichshütte – Gebläsehalle –
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen/Ruhr


Veranstalter:
COPD – Deutschland e.V.
Selbsthilfegruppe Lungenemphysem – COPD Deutschland
Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.

Anfragen bezüglich des Symposiums Lunge 2009
richten Sie bitte an die Organisationsleitung
Koordinationsstelle der Selbsthilfegruppen
Lungenemphysem-COPD Deutschland
Jens Lingemann
Lindstockstraße 30
45527 Hattingen
Telefon: 02324 – 999 959
symposium-org@lungenemphysem-copd.de

Freitag, 24. Juli 2009

Links zur COPD Leitlinien

COPD-Leitlinie




COPD-Leitlinie 2007


Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD)

Guidelines for the Diagnosis and Therapy of COPD Issued by Deutsche Atemwegsliga and Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin


Erratum







Donnerstag, 9. Juli 2009

COPD beeinträchtigt kognitive Leistungen

Die COPD kann in schweren Fällen bei älteren Erwachsenen die kognitive Leistung beeinträchtigen. Das ergab eine Studie der Mount Sinai School of Medicine in New York, an der mehr als 4.150 Menschen mit oder ohne COPD teilnahmen. Die Ergebnisse werden im Fachmagazin "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine" (Ausgabe vom 15. Juli) veröffentlicht.

Das Forscherteam um Dr. William W. Hung hatte die Daten der Health and Retirement Study ausgewertet, einer großen, nationalen Studie an Amerikanern der Altersgruppe 50plus. Die Teilnehmer hatten in den Jahren 1996, 1998, 2000 und 2002 an kognitiven Tests teilgenommen. Von den 4.150 Testpersonen hatten 492 COPD; bei etwa einem Drittel (153) zeigte die Erkrankung einen schweren Verlauf.

Die Datenauswertung brachte ein klares Ergebnis: Menschen mit schwerer COPD hatten bei den kognitiven Tests signifikant schlechter abgeschnitten als gesunde Studienteilnehmer. Dieser Zusammenhang war auch dann erkennbar, wenn die Forscher weitere Faktoren wie soziodemographische Parameter berücksichtigten. Eine stärkere kognitive Beeinträchtigung kann beispielsweise dazu führen, dass der Patient Probleme beim Umgang mit Geld oder Medikamenten hat.

Eine mögliche Erklärung für den entdeckten Zusammenhang: Bei COPD kann der Sauerstoffspiegel im Blut phasenweise erniedrigt sein (Hypoxie). Das könnte die Leistungsfähigkeit des Gehirns verschlechtern. Andererseits könnte der Sauerstoffmangel auch Krankheiten verursachen oder verschlimmern, die typischerweise mit kognitiven Beeinträchtigungen einhergehen, wie beispielsweise Alzheimer.

Dienstag, 7. Juli 2009

Eine gewisse Erfolg !

Erstmals zeigt eine Wirkstoffkombination Erfolge in der Therapie der Raucherkrankheit COPD: Sie soll den Verlust der Lungenfunktion aufhalten können.

Die chronisch obstruktive (verengende) Lungenerkrankung COPD stellt heute bereits weltweit die vierthäufigste Todesursache dar. Bisher gab es kein Medikament, das ein Fortschreiten der Krankheit verhindern konnte. Therapien konnten lediglich die Symptome lindern.

Die TORCH-Studie (Toward a Revolution in COPD Health) untersuchte die Wirkung der Kombination des ß-Agonisten Salmeterol mit einem inhalativen kortikoiden Steroid (Fluticasone Propionate). Es zeigte sich, dass die beiden Wirkstoffe im Zusammenspiel und jeweils auch allein einen positiven Einfluss hatten. Sie verringern die Sterblichkeit, verzögern das Voranschreiten der Krankheit, verbessern die Lebensqualität und erhalten die Lungenfunktion von COPD-Patienten.

Die Lungenfunktion bestimmen Wissenschaftler über das Volumen der ausgeatmeten Luft in einer Sekunde (FEV1 = forciertes exspiratorisches Volumen). „Eine Medikamententherapie mit Salmeterol plus Fluticasone Propionate oder deren Komponenten verbessert den Wert des FEV1 von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem COPD und verlangsamt das Fortschreiten der Krankheit“, schreibt Studienleiter Bartolome R. Celli, Professor an der Tufts University School of Medicine. Damit sei dies die erste Medikamententherapie, die einen Effekt zeigte.

Langsameres Voranschreiten der Krankheit

Die TORCH-Studie ist eine randomisierte doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 6000 COPD-Patienten aus 42 Ländern. Nach dem Zufallsprinzip erhielten die Probanden entweder Salmeterol oder das inhalative kortikoide Steroid oder eine Kombination von beiden oder ein Placebo. Es zeigte sich, dass sich das Lungenvolumen der Versuchspersonen, die eine Kombination der beiden Wirkstoffe erhalten hatten, am wenigsten verschlechterte. „Zwar kann die Therapie die Verschlechterung der Lungenfunktion der COPD-Patienten nicht gänzlich aufhalten. Aber sie kann sie entscheidend verlangsamen“, sagt Bartolome R. Celli.

In Deutschland leiden rund fünf Millionen Menschen an COPD, weltweit etwa 600 Millionen. Von den zehn häufigsten tödlichen Krankheiten ist COPD die einzige, deren Verbreitung zunimmt. Das geht vor allem auf die wachsende Zahl der Raucherinnen zurück.

Die Studienergebnisse sind in der zweiten August-Ausgabe des American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine erschienen.