Zürich, 21. Mai (Reuters) - Das in der Entwicklung steckende Medikament QAB149 des Schweizer Pharmakonzerns Novartis hat in klinischen Tests vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) geliefert. Erste Resultate von drei spätklinischen Phase-III-Studien zeigten, dass die Behandlung mit dem Präparat die Lungenfunktion erheblich verbessert, teilte Novartis am Donnerstag mit. QAB149 sei gut vertragen worden und habe ein gutes Sicherheitsprofil aufgewiesen.
Novartis verglich das Medikament mit den COPD-Medikamenten Formoterol und Tiotropium. Die Studienergebnisse wurden beim Kongress der American Thoracic Society in San Diego veröffentlicht.
QAB149 hat nach Ansicht des Pharma-Entwicklungschefs von Novartis, Trevor Mundel, Blockbuster-Potenzial, also für einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar oder mehr. Novartis hat für das Medikament Zulassungsanträge in den USA und in Europa gestellt.
Formoterol wird unter verschiedenen Markennamen von Firmen von Novartis, Schering-Plough oder Astra vertrieben. Tiotropium ist der Wirkstoff des Medikaments Spiriva von Pfizer und Boehringer Ingelheim.
COPD ist der Sammelbegriff für verschiedene Lungeerkrankungen, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind. Umgangssprachliche Bezeichnungen sind "Raucherlunge" und "Raucherhusten". Weltweit sind davon rund 210 Millionen Menschen betroffen.

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